Fachkräfte in Hildesheim – willkommen zuhause.

Fachkräfte2020-04-01T10:02:39+02:00

Aktuelles

Herzlich Willkommen

Interessieren Sie sich für einen Arbeitsplatz im Raum Hildesheim oder haben bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben und möchten unsere Region zu Ihrer neuen Heimat machen? Der Anfang in einer neuen Region bringt viele allgemeine, aber auch sehr individuelle Fragen mit sich:

  • Wo finde ich eine Wohnung oder ein Haus?
  • Welche Schulen gibt es für meine Kinder?
  • Kann ich in der neuen Heimat weiterhin American Football spielen?
  • Kann ich mir dort gute Handballspiele am Wochenende anschauen?
  • Wie steht es um das kulinarische Angebot…?

Unsere kleine Großstadt mit Ihren zugehörigen Gemeinden ist ein Ort, an dem es sich gut leben lässt. Die Wege sind kurz, die Menschen freundlich und aufgeschlossen und der Lebensstandard ist hoch.

Wenn Sie sich bei uns privat und/oder beruflich verwirklichen wollen, stehen wir Ihnen kostenfrei mit Rat und Tat zur Seite. Nutzen Sie das Welcome Center Region Hildesheim gerne als erste Anlaufstelle für Ihre unterschiedlichsten Themen und Fragen.

Wir unterstützen persönlich und mit Informationsmaterialen und lotsen Sie, wo nötig, gezielt an die entsprechenden regionalen Experten – damit Sie sich gut in der Stadt und dem Landkreis Hildesheim zurechtfinden.

Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt für Fachkräfte und Angehörige

Vor der Einreise aus dem Ausland

Als Bürger*in eines EU-Staates, eines anderen Mitgliedstaates des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder der Schweiz genießen Sie Freizügigkeit. Das bedeutet, Sie können jederzeit nach Deutschland einreisen und sich hier aufhalten. Sie haben automatisch den Aufenthaltstitel und damit verbunden automatisch die Erwerbserlaubnis.

Für einen Aufenthalt von bis zu drei Monaten benötigen Sie lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, weitere Voraussetzungen müssen Sie nicht erfüllen. Ein Visum ist nicht nötig.

Für mehr als drei Monate können Sie sich in Deutschland aufhalten, wenn Sie:

  • Selbständig sind
  • angestellt arbeiten
  • sich in einer Ausbildung oder einem Studium befinden
  • oder auf Arbeitsuche sind.

Sofern Sie nicht erwerbstätig sind und weder ein Studium noch eine Ausbildung absolvieren, müssen Sie über genügend finanzielle Mittel für Ihren Lebensunterhalt verfügen und krankenversichert sein. Bürgern/Bürgerinnen der EU, die sich seit fünf Jahren ständig rechtmäßig in Deutschland aufhalten wird auf Antrag unverzüglich ein Daueraufenthaltsrecht bescheinigt.

Seit dem 01.11.2019 ist es möglich, mit dem neu eingeführten elektronischen Personalausweis digitale Behördengänge zu tätigen. Dies gilt für EU-Bürger*innen ebenso wie für Deutsche.

Mit Visum

Für die Einreise nach Deutschland benötigt man grundsätzlich ein Visum. Das Visum erhalten Sie bei der deutschen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland (Botschaft oder Konsulat). Mit dem Visum können Sie nach Deutschland einreisen. Wenn Sie länger als im Visum ursprünglich angegeben in Deutschland bleiben möchten, müssen Sie rechtzeitig nach Einreise eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde am Wohnort beantragen.

Mit der Blauen Karte EU

Die Voraussetzung für die Erteilung einer Blauen Karte EU ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Falls der Abschluss im Ausland erworben wurde, dann muss er in Deutschland anerkannt oder mit einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar sein. Darüber hinaus muss ein konkretes Arbeitsplatzangebot in Deutschland vorliegen bzw. ein unterschriebener Arbeitsvertrag und damit mindestens ein bestimmtes Bruttojahresgehalt, das vom Arbeitgeber gezahlt wird. Grundsätzlich muss auch in diesem Fall ein Antrag auf Erteilung eines Visums zur Erwerbstätigkeit bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) beantragt werden, um nach Deutschland einreisen zu können. Anschließend muss bei der zuständigen Ausländerbehörde der Antrag auf Erteilung einer Blauen Karte EU gestellt werden.

Falls Sie bereits seit mindestens 18 Monaten eine Blaue Karte EU eines anderen EU-Landes besitzen, können sie in Deutschland einen Antrag auf Erteilung einer Blauen Karte EU für Deutschland beantragen. Diese muss jedoch innerhalb eines Monats nach der Einreise nach Deutschland bei der zuständigen Ausländerbehörde für Ihren Wohnort erfolgen.

Flyer „Blaue Karte EU“

Erste Anlaufstelle für die Jobsuche aus dem Ausland ist die ZAV – Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit.

Erste Anlaufstelle für die Jobsuche ist die Bundesagentur für Arbeit.
Um sich dort als arbeitsuchend anzumelden benötigen Sie die folgenden Unterlagen:

  • Meldebestätigung
  • Personalausweis oder Pass
  • Lebenslauf, nach Möglichkeit in deutscher Sprache

Sie können sich auch online registrieren und die Jobbörse der Agentur für Arbeit nach einer geeigneten Arbeitsstelle durchsuchen.

Familiennachzug

Ihre mitreisenden oder nachziehenden Familienangehörigen haben das gleiche Recht auf Freizügigkeit, auch wenn sie nicht aus der EU, dem EWR oder der Schweiz kommen. Dies gilt für Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner und Kinder bis zum 21. Lebensjahr. Auch Ihre älteren Kinder, Enkel sowie Eltern und Großeltern können Sie nach Deutschland begleiten, sofern Sie für deren Unterhalt aufkommen.

Je nach Staatsangehörigkeit kann es sein, dass Ihre Familienangehörigen für einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt in der EU ein Visum benötigen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite vom BAMF

Checkliste „First Steps in Germany“

Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes

In deutschen Unternehmen hat man heutzutage eine Vielfalt an Arbeitszeitmodellen. Die Arbeitszeit ist jedoch gesetzlich geregelt. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, sich an das Arbeitszeitgesetz zu halten. So darf die tägliche Arbeitszeit von acht Stunden nicht überschritten werden. Unter bestimmten Voraussetzungen darf sie bis auf zehn Stunden verlängert werden. Pro Woche darf ein Arbeitnehmer nach dem Gesetz höchstens 48 Stunden arbeiten, und zwar für 48 Wochen im Jahr, da ihm gesetzlich mindestens vier Wochen Urlaub zustehen.

Der Arbeitnehmer muss verpflichtend Ruhe- und Pausenzeiten einhalten. Der Arbeitgeber muss dafür Sorge tragen.

Pausenzeiten sind wie folgt geregelt:

Bei mehr als sechs Stunden zusammenhängender Arbeitszeit müssen 30 Minuten Pause eingehalten werden.
Bei mehr als neun Stunden Arbeitszeit müssen 45 Minuten Pause eingehalten werden. Dabei darf nicht länger als sechs Stunden ohne Pause gearbeitet werden.

Ruhezeiten sind wie folgt geregelt:

Als Ruhezeit wird die Freizeit zwischen zwei Arbeitsschichten bezeichnet. Die Mindestruhezeit nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit beträgt elf Stunden (siehe auch § 5 Abs. 1 ArbZG).

An Sonn- und Feiertagen gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot bzw. sind bei zulässiger Sonn- und Feiertagsbeschäftigung Ersatzruhetagen zu gewähren. (siehe auch §§ 9 ff. ArbZG)

In Zeiten der Digitalisierung und „Work-Life-Balance“ entstehen neue Arbeitszeitmodelle. Fragen Sie beim Vorstellungsgespräch, welche Möglichkeiten Ihnen Ihr neuer Arbeitgeber bietet.

In Deutschland gibt seit 1994 das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), dass u.a. die Zahlung des Arbeitsentgeltes im Krankheitsfall regelt. Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (§ 4 Abs. 4 EntgFG) haben alle Arbeitnehmer*innen, so wie Auszubildende ab der fünften Woche des Arbeits- bzw. Ausbildungsverhältnisses für die Dauer von bis zu sechs Wochen. Die Entgeltfortzahlung kann durch einen Tarifvertrag auch vom Entgeltfortzahlungsgesetz abweichen, wenn die Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts festgelegt wird.

Anerkennung der ausländischen Berufs- und Studienabschlüsse

Grundsätzlich können Sie sich die von Ihnen im Ausland erworbenen Berufs- und Studienabschlüsse anerkennen lassen bzw. einer Gleichwertigkeitsprüfung unterziehen. Gerne begleiten wir Sie beim Anerkennungsprozess. Hierfür gibt es diverse Beratungsstellen, z.B. die IHK Industrie- und Handelskammer Hannover – Geschäftsstelle Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem IQ Netzwerk (Integration durch Qualifizierung). Die anabin-Datenbank stellt Informationen zur Bewertung ausländischer Bildungsnachweise zur Verfügung und ermöglicht damit die Einstufung einer ausländischen Qualifikation in das deutsche Bildungssystem.
Bei der Anerkennung wird zwischen reglementierten und nicht reglementierten Berufen unterschieden.

Bewerbungungsprozedere in Deutschland

In Deutschland gehören für gewöhnlich folgende Unterlagen zu einer Bewerbung:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Arbeitszeugnisse oder „Letter of recommendation“
    • Hierzu gehören auch Praktikumsbescheinigungen
  • Berufs- bzw. Studienabschlüsse (Diplome)
  • Zertifikate über weitere Qualifikationen

In dem Anschreiben können Sie einen ersten Eindruck darüber vermitteln, warum Sie in dem Beruf (für den Sie sich bewerben) arbeiten wollen. Falls Sie schon in diesem Beruf gearbeitet haben, sollten Sie ein Beispiel aus der Vergangenheit erwähnen und wobei Sie erfolgreich waren. Ebenso sollten Sie herausstellen, warum Sie genau bei diesem Unternehmen tätig sein wollen. Darüber hinaus wäre es ratsam, dass Sie Ihre individuellen Stärken hervorheben. Versuchen Sie, Bezug auf die ausgeschriebene Stelle nehmen.

Der Brief sollte nach Norm DIN 5008 erstellt sein. Das Anschreiben sollte nach Möglichkeit nicht länger als eine DIN A4 Seite sein. Wichtig ist, dass Sie beide Dokumente (Anschreiben und Lebenslauf) handschriftlich unterschreiben. Bei einer Online-Bewerbung sollten Sie Ihre digitalisierte Unterschrift einfügen.

Der Lebenslauf sollte ein Deckblatt mit folgenden Informationen enthalten:

  • Portraitfoto
  • Geburtsort
  • Geburtsdatum
  • Familienstand
  • Bezeichnung der Stelle, für die man sich bewirbt („Bewerbung als …“)

Auf der nächsten Seite sollte in der Kopfzeile Ihr Name, Ihre Adresse und Ihre Kontaktdaten aufgeführt werden. Hier verfahren Sie am besten in der folgenden Reihenfolge:

  • Berufserfahrung antichronologisch (mit dem letzten Arbeitgeber zuerst) mit Angabe des Arbeitgebers, Ort sowie ihrer Position und Kurzbeschreibung Ihrer Aufgaben.
  • Studium/Ausbildung mit den Zeiten von wann bis wann Sie einen Beruf erlernt oder ein Studium absolviert haben. Bei der höchsten Ausbildung geben Sie möglichst auch die Abschlussnote an.
  • Ggf. Praktika
  • Fort- und Weiterbildungen
  • EDV-Kenntnisse
  • Sprachkenntnisse
  • Auslandsaufenthalte
  • Ggf. Hobbys und ehrenamtliche Tätigkeiten
  • Ort, Datum und handschriftliche Unterschrift

Die Zeugnisse, insbesondere die Arbeitszeugnisse, haben in Deutschland eine hohe Wichtigkeit. Daher sollten Sie alle vorhandenen Zeugnisse in der gleichen
antichronologischen Abfolge wie im Lebenslauf angegeben hinzufügen. Ihre im Ausland erworbenen Zeugnisse sollten Sie als beglaubigte Kopie und ins Deutsche übersetzt mitsenden.

Wenn Ihre Bewerbung erfolgreich war, werden Sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Hierfür empfehlen wir Ihnen, sich genau mit dem Unternehmen auseinander zu setzen. Informieren Sie sich auf der jeweiligen Webseite. Schauen Sie, ob Bilder der Mitarbeiter*innen zu sehen sind und welcher Kleidungsstil im Betrieb gepflegt wird. Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie nicht „overstyled“ aber auch nicht „underdressed“ sein.
Nehmen Sie einen Satz der kompletten Bewerbungsunterlagen (sowie Sie sie eingesandt haben) zum Gespräch mit. Seien Sie auch bei kritischen Fragen ehrlich. Sie sollten sich auf jeden Fall identifizieren können, daher nehmen Sie Ihren Ausweis oder Pass mit.

Finanzen: Steuerklassen, Steuererklärung & Bankkonto

Steuerklassen

In Deutschland muss jeder nicht selbständig tätige Arbeitnehmer Einkommensteuer zahlen.
Die Einkommensteuer wird in der Regel vom Bruttolohn bzw. -gehalt, in Form der Lohnsteuer direkt vom Arbeitgeber abgezogen und an das zuständige Finanzamt weitergeleitet. Zusammen mit der Lohnsteuer wird der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer abgeführt.

Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich nach der jeweiligen Lohnsteuerklasse. Diese hängt von Ihrem Familienstand ab:

Lohnsteuerklasse I

  • Ledige
  • Verheiratete/Verpartnerte, deren Ehegatte/*in/Lebenspartner*in beschränkt steuerpflichtig ist
  • Verheiratete/Verpartnerte, die dauernd getrennt leben, auch Verwitwete (ab dem übernächsten Jahr nach dem Tod des Ehepartners/Lebenspartners)

Falls Kinder vorhanden sind, wird ggf. der Kinderfreibetrag in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen eingetragen.

Lohnsteuerklasse II

  • Für alle Alleinerziehenden, die die Voraussetzungen der Steuerklasse I haben, jedoch Anspruch auf den Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende haben.
  • Für Verwitwete mit mindestens einem Kind ab Beginn des Monats, der auf den Sterbemonat der Ehegattin/Partner*in folgt. Allerdings greift hier das sogenannte Witwensplitting. Das Witwensplitting bewirkt, dass auch im Jahr nachdem der Ehegatte/*in verstorben ist der niedrigere Steuertarif der Zusammenveranlagung zur Anwendung kommt.

Lohnsteuerklasse III

  • Verheiratete oder in eingetragener Lebenspartnerschaft Lebende, vom Ehegatten/*in/Lebenspartner*in nicht dauernd getrennt lebend und die nicht die Steuerklasse IV gewählt haben. Ist der/die Ehegatte/*in/Lebenspartner*in ebenfalls berufstätig erhält dieser die Steuerklasse V.
  • Verwitwete in dem Jahr, in dem der/die Ehegatte/*in/Lebenspartner*in verstorben ist und im folgenden Jahr. Der/die Verstorbene muss zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig gewesen sein. Der/die Ehegatte/*in /Lebenspartner*in dürfen bis zum Zeitpunkt des Todes nicht dauernd getrennt gelebt haben.

Lohnsteuerklasse IV

  • Verheiratete/verpartnerte Arbeitnehmer*innen, wenn beide Partner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben.
  • Ehegatte/*in/Lebenspartner*in, die beide berufstätig sind können die Steuerklasse einmal im Jahr ändern lassen
  • Beide Ehegatten/*in/Lebenspartner*in sollten hierbei ungefähr gleich viel verdienen.

Lohnsteuerklasse IV-Faktor

  • Seit 2010 können Arbeitnehmer-Ehepaare durch den neu eingeführten § 39f die Steuerklasse IV mit Faktor wählen, bei der die Steuerschuld während des Jahres gerecht unter beiden Ehepartnern aufgeteilt wird. Beide Ehepartner profitieren von ihrem Grundfreibetrag und gegebenenfalls einem Kinderfreibetrag. Die steuermindernde Wirkung des Ehegattensplittings wird ebenfalls berücksichtigt. Der Faktor wird für jedes Ehepaar individuell vom Finanzamt ermittelt. Die Steuerklasse IV-Faktor/IV-Faktor eignet sich für alle Ehepaare, bei denen beide Ehegatten Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit haben. Die festgesetzte Lohnsteuer kommt der endgültigen Einkommensteuer sehr nahe, so dass nur geringfügige Nachzahlungen oder Erstattungen zu erwarten sind.

Lohnsteuerklasse V

  • Bei Ehegatten/*in/Lebenspartner*in deren Ehegatten/*in/Lebenspartner*in die Steuerklasse III haben.
  • Wenn sich die Einkommenshöhe zwischen den Ehegatten/*in/Lebenspartner*in stark unterscheidet.

Lohnsteuerklasse VI

  • Wenn ein Arbeitnehmer*in ein zweites oder weiteres Arbeitsverhältnis hat.
  • Diese Lohnsteuerklasse verursacht die höchste Steuerbelastung, weil außer dem Altersentlastungsbetrag keine Freibeträge berücksichtigt werden. Da die Einkünfte des ersten Beschäftigungsverhältnisses nicht bekannt sind, wird hier wesentlich mehr einbehalten als in den anderen Steuerklassen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch beim Finanzamt Hildesheim.

Die Kirchensteuer wird in Deutschland zu einem gewissen Prozentsatz der Lohnsteuer berechnet. In Niedersachsen beträgt der Kirchensteuersatz 9 % von der Lohnsteuer. Dies wird auch wie die Lohnsteuer vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt, die es dann weiter an die entsprechenden Kirchen leitet.

Kirchensteuer wird in Deutschland bei Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften erhoben, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sind.

Sie können sich von der Kirchensteuer befreien lassen, wenn Sie keiner Religionszugehörigkeit angehören. Je nach Bundesland müssen Sie den Austritt aus Ihrer Kirche persönlich beim Standesamt oder dem Amtsgericht erklären.

Ab 1995 wurde der Solidaritätsbeitrag unbefristet zur Deckung der Kosten der deutschen Einheit eingeführt. Seit 1998 sind 5,5 % der Einkommens- und Körperschaftssteuer als Solidaritätszuschlag zu zahlen. Genau wie bei der Kirchensteuer wird der Betrag vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt überwiesen.

Es ist geplant, für den größten Teil der Bevölkerung den Solidaritätsbeitrag abzuschaffen. Genaueres wird noch vom Gesetzgeber bekanntgegeben.

Die Steuererklärung dient der Festsetzung der Besteuerungsgrundlage durch das Finanzamt für natürliche und juristische Personen. Wer eine Steuererklärung machen muss steht in §149 Abgabenordnung. So verlangt das Einkommensteuergesetz, dass eine jährliche Abgabe einer Steuererklärung abgegeben werden muss.

  • Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung beträgt sieben Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, d.h. bis zum 31. Juli des darauffolgenden Jahres.
  • Die Steuererklärung kann man selbst erstellen oder online mit Hilfe des Programms ELSTER. Sie können aber auch einen Steuerberater beauftragen, der diese Arbeit für Sie kostenpflichtig erstellt.

Wenn man in Deutschland berufstätig ist, benötigt man ein Bankkonto. Sie können bei einer Bank Ihrer Wahl ein Konto eröffnen.

Sind Sie ein EU-Bürger müssen Sie kein neues Konto eröffnen, sondern könnten bei Ihrer Hausbank bleiben. Sie müssen jedoch bei Ihrer Bank erfragen, welche Kosten in welcher Höhe für z.B. Abbuchungen und Auszahlungen am Automaten entstehen. Ggf. ist es günstiger doch ein neues Bankkonto zu eröffnen.

Integration

Um sich in der neuen Heimat gut zu integrieren ist das Erlernen der deutschen Sprache und Gepflogenheiten des Landes unerlässlich. Daher bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Integrationskurse an. Diese bestehen aus einem Sprach- und einem Orientierungskurs.

Inhalte und Ablauf der Integrationskurse können Sie in der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge einsehen ebenso wie eine graphische Darstellung, die den Aufbau und die Zielsetzung veranschaulicht.

Die Volkshochschule Hildesheim (VHS) bietet Deutschsprachkurse an. Natürlich gibt es weitere Sprachschulen in der Stadt und Landkreis Hildesheim die Sie gerne auch ansprechen können.

Wenn Sie bereits Kenntnisse der deutschen Sprache haben wird normalerweise ein Einstufungstest gemacht, um den für Sie passenden Sprachkurs zu finden. Die Sprachschüler*innen werden dann je nach Kenntnisstand in Gruppen aufgeteilt. Die Sprachniveaus sind nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) eingeteilt:

A1 – Anfänger
A2 – Grundlegende Kenntnisse
B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung
B2 – Selbständige Sprachverwendung
C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse
C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Darüber hinaus gibt es auch berufsbezogene Sprachkurse. Diese sind besonders dann sinnvoll wenn Ihre Deutschkenntnisse so gut sind, dass Sie bereits eine Arbeit aufnehmen könnten.

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