Herzlich Willkommen

Hildesheim hat viel zu bieten: neben einer vielseitigen Hochschullandschaft, interessanten Ausbildungsbetrieben und umfassenden Weiterbildungsmöglichkeiten, ist es vor allen Dingen das Leben hier, das die Ausbildung oder das Studium zum Erlebnis macht. Hildesheim ist eine moderne, kleine Großstadt, die mit ihren angeschlossenen Gemeinden Traditionen mit Trends verbindet. Hier gibt es nicht nur (aber auch) „Kirchen und Kultur“ – im Sommer wird regelmäßig der Platz an der Lilie zum City-Beach , seit 2017 ist Hildesheim Fairtrade Town und seit Herbst 2019 flitzt man mit E-Scootern durch die Straßen.

Aber auch alltäglich scheinende Vorzüge wie eine verkehrstechnisch gute Anbindung (ICE-Bahnhof und Autobahnanschluss an die A7), eine solide Infrastruktur innerhalb Stadt und Landkreis (SVHi und RVHi) und ein breites Angebot an Shopping und Gastronomie machen das Leben in Hildesheim attraktiv.

Bleiben nur noch ein paar Fragen:

  • Wohnung oder WG?
  • Handball, Wasserball – oder doch Tricking und Parkour?
  • Club, Kneipe oder WG-Party?
  • Wochenende zuhause, chillen am Hohnsensee oder Fallschirmspringen auf dem Flugplatz?

Auch wenn wir Ihnen die Entscheidung nicht abnehmen können – wir zeigen Ihnen gerne die ganze Bandbreite an Möglichkeiten auf, die Ihnen bei einem Studium oder einer Ausbildung in Hildesheim zur Verfügung stehen.

Mehr zu Leben in Hildesheim

Mehr zu Studieren in Deutschland (Webseite vom DAAD und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Zugang zum deutschen Ausbildungsmarkt

Vor der Einreise aus dem Ausland

Aus der Europäischen Union, dem Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz

Sie können sich direkt bei der von Ihnen präferierten Universität/Hochschule bewerben. Es ist kein Visum nötig.

Alle Hochschulzugangsberechtigungen, mit denen auch ein Studium in Ihrem Heimatland absolviert werden kann, gelten auch für die Bewerbung an einer deutschen Universität/Hochschule. Z.B. das spanische Bachillerato, die österreichische Matura, das britische A-Level, High School Diploma oder das französische Baccalauréat. Wer an einer deutschen Schule im Ausland seine Hochschulzugangsberechtigungen erworben hat, muss diese nicht noch einmal gesondert nachweisen.

Jedoch müssen Sie Grundkenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Hierfür bieten die Universitäten und Hochschulen spezielle Sprachkurse, z.B. im Rahmen der deutschen Sprachprüfung für ausländische Studienbewerber.

Einige Studiengänge können auch komplett in englischer Sprache absolviert werden. In diesem Fall benötigen Sie für das Studium selbst keine Deutschkenntnisse. Allerdings ist es natürlich empfehlenswert, sich die deutsche Sprache anzueignen, damit Sie sich in der Universität, im Alltag und im privaten Umfeld gut integrieren können. Gute Deutschkenntnisse sind außerdem sehr wichtig für den deutschen Arbeitsmarkt. Wenn Sie vorhaben, nach dem Studium in Deutschland zu arbeiten, sind gute Deutschkenntnisse unerlässlich. In den meisten Unternehmen ist Deutsch die gängige Firmensprache.

Für Studierende einiger Nicht-EU-Länder ist kein Visum nötig. Aktuelle Informationen hierzu, insbesondere, ob Ihr Herkunftsland dazuzählt finden Sie hier.

Ist Ihr Land nicht aufgeführt benötigen Sie ein Visum zum Zweck des Studiums. Im § 16 des Aufenthaltsgesetzes werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für internationale Studierende aus Drittstaaten geregelt.

Sobald Sie die Zulassung einer Hochschule für ein Studium in Deutschland bekommen haben und Ihr Lebensunterhalt gesichert ist, wird Ihnen die Aufenthaltserlaubnis für ein Studium in Deutschland erteilt.

Wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Aufenthaltsgesetz erhalten haben, dürfen Sie gemäß § 16 Absatz 3 im Kalenderjahr bis zu 120 ganze Tage oder 240 halbe Tage arbeiten. Sie dürfen außerdem ohne Begrenzung studentische Nebentätigkeiten ausüben.

Nach erfolgreichem Abschluss Ihres Studiums können Sie bis zu 18 Monate in Deutschland bleiben, um einen Arbeitsplatz zu finden. In dieser Zeit können Sie unbegrenzt arbeiten.

Über die Datenbank “anabin“ können Sie prüfen, ob Ihr Abiturzeugnis der deutschen Hochschulzugangsberechtigung entspricht bzw. gleichwertig ist.

Wenn Sie an einer deutschen Schule im Ausland Ihre Hochschulzugangsberechtigung erworben haben, müssen Sie diese nicht noch einmal gesondert nachweisen.

Für die Einreise nach Deutschland benötigt man grundsätzlich ein Visum.
Sie können das Visum zum Zweck einer mindestens zweijährigen betrieblichen Ausbildung, die sogenannte duale Ausbildung, beantragen. Dies ist eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der betrieblichen Aus- und Weiterbildung nach §17 Abs. 1 Aufenthaltsgesetz. Das Visum erhalten Sie bei der deutschen Auslandsvertretung in Ihrem Heimatland (Botschaft oder Konsulat). Mit dem Visum können Sie nach Deutschland einreisen. Die Agentur für Arbeit
muss der Aufnahme der Ausbildung zuvor zustimmen. Die Zustimmung erfolgt in der Regel dann, wenn es keine deutschen oder anderen bevorrechtigten Bewerberinnen oder Bewerber für diesen Ausbildungsplatz gibt. Die Zugangsvoraussetzungen für die jeweilige Ausbildung, für die Sie sich interessieren,
müssen erfüllt und Ihr Lebensunterhalt während der Ausbildungsphase gesichert sein.

Wenn Sie an einer Berufsakademie oder ähnlichen Einrichtung einen Beruf erlernen wollen, ist keine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich.

Wenn Sie länger als im Visum ursprünglich angegeben in Deutschland bleiben möchten, müssen Sie rechtzeitig nach Einreise eine Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde am Wohnort beantragen.

Sie können während des Ausbildungszeitraums einer Nebenbeschäftigung von bis zu 10 Stunden pro Woche nachgehen. Nach Beendigung Ihrer Ausbildung kann Ihre Aufenthaltserlaubnis um ein weiteres Jahr verlängert werden. In dieser Zeit können Sie eine Ihrer Ausbildung entsprechenden Arbeit suchen. Die Aufenthaltserlaubnis hierfür müssen Sie bei der für Sie zuständigen Ausländerbehörde beantragen. Während dieser Zeit können Sie einer Beschäftigung Ihrer Wahl nachgehen, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Sobald Sie einen Ihrer Ausbildung entsprechenden Arbeitsplatz gefunden haben, können Sie bei der Ausländerbehörde einen Aufenthaltstitel beantragen.
Weitere Informationen finden Sie auch hier.

Wenn Sie bereits in Deutschland leben, können Sie sich bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit beraten lassen. Ebenso können Sie über die Webseite der Agentur für Arbeit einen Selbsterkundungstest machen, um festzustellen, welche Stärken und Neigungen Sie haben. Darüber hinaus können Sie sich bei den Berufsinformationszentren (BiZ) der Agentur für Arbeit beraten lassen.

Viele Unternehmen veröffentlichen Ihre Stellenausschreibungen heutzutage über ihre eigenen Webseiten und Social-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram, LinkedIn oder Xing.

Über die Jobbörse der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen können Sie sich ebenfalls über aktuelle Ausbildungsangebote informieren.

Natürlich bieten auch die gängigen regionalen Berufs- und Ausbildungsbörsen bzw. Messen, (wie z. B. Azubiyo, meinestadt.de , Nacht der Bewerber , Abi Zukunft Hildesheim) gute Möglichkeiten, sich einen guten Überblick über den Ausbildungsmarkt zu verschaffen.

Besonderheiten des deutschen Ausbildungsmarktes

Die gängigste Form der Berufsausbildung in Deutschland ist die duale Ausbildung. Dies ist eine besonders gute und renommierte Form der Ausbildung für nicht studierte Berufe. Dabei werden in einem Unternehmen die praktische Arbeit und der entsprechende theoretische Teil an einer Berufsschule erlernt. Es gibt unterschiedliche Formen des schulischen Unterrichts. Entweder 1 – 2 Tage wöchentlich oder im Block, d.h. der Unterricht findet in mehreren Wochen oder Monaten am Stück statt.

Weitere Berufsausbildungen können an einer Berufsfachschule erlernt werden. Im Gegensatz zur dualen Ausbildung handelt es sich hierbei um eine rein schulische Ausbildung. Die Dauer und der Rahmenlehrplan sind jeweils definiert. Je nach Schulabschluss kann man parallel zur Ausbildung den Realschulabschluss oder sogar die Fachhochschulreife erreichen. Mit der Fachhochschulreife ist dann wiederum ein Studium an einer Hochschule möglich.

Für eine Ausbildung an einer Berufsfachschule muss man sich anmelden. Bitte beachten Sie hier insbesondere die jeweiligen Anmeldefristen. Sie können je nach Berufsschule unterschiedlich sein.

Die Arbeitszeiten für Auszubildende sind im Arbeitsgesetz geregelt. Bei minderjährigen Auszubildenden, das sind Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren, regelt das Jugendschutzgesetz die zulässigen Arbeitszeiten. Beispielsweise dürfen Jugendliche nicht länger als 40 Stunden in der Woche arbeiten. Falls dies doch passiert, müssen entsprechend mehr Pausen im Arbeitsalltag eingeräumt werden. Das Maximum von 8 Stunden täglich darf grundsätzlich nicht überschritten werden. Falls doch, dann höchstens um 30 Minuten am Tag. Auch hier muss ein Ausgleich erfolgen und z.B. an den vorhergehenden Tagen eine entsprechende Verkürzung des Arbeitstages stattgefunden haben.

An Wochenenden (Samstag und Sonntag) dürfen Jugendliche nach § 16 Jugendarbeitsschutzgesetz in der Regel nicht beschäftigt werden. Es gibt jedoch eine Reihe von Ausnahmen, wie z. B. im Friseurhandwerk, im Krankenhaus/Gesundheitssektor, in der Gastronomie, etc.

Im § 19 Abs. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz sind die wichtigsten Eckdaten bezüglich des Urlaubs geregelt:

  • Der Arbeitgeber hat Jugendlichen für jedes Kalenderjahr einen bezahlten Erholungsurlaub zu gewähren.
  • Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 30 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist.
  • Mindestens 27 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist
  • Mindestens 25 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.
  •  Auszubildenden, die eine Berufsschule besuchen, sollte der Urlaub während der Schulferien gewährt werden. Soweit der Urlaub nicht in den Berufsschulferien
    möglich ist, muss für jeden Berufsschultag, an dem die Berufsschule während des Urlaubs besucht wird, ein weiterer Urlaubstag gewährt werden.

Wenn Auszubildende während der Ausbildung arbeitsunfähig werden, wird bis zu sechs Wochen das Gehalt/der Lohn weitergezahlt, jedoch nicht in den ersten vier Wochen des Ausbildungsverhältnisses. In diesem Fall übernimmt die Krankenkasse die Fortzahlung in Form von Krankengeld.

Anerkennung der ausländischen Berufs- und Studienabschlüsse

Wenn Sie bereits im Ausland einen Berufs- und/oder Studienabschluss erhalten haben, sollten sie sich dies in Deutschland anerkennen lassen. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird zwischen reglementierten und nicht reglementierten Berufen unterschieden. Bei den reglementierten Berufen handelt es sich zum Beispiel um Berufe aus Medizin, Recht, Lehramt sowie Berufe im öffentlichen Dienst. Alle anderen Berufe sind für gewöhnlich nicht reglementiert. Auf diesem Link der Agentur für Arbeit können Sie nach den „reglementierten Berufen“ suchen.

Beim Prozess der Anerkennung Ihres Berufes können Ihnen folgende Institutionen behilflich sein:

Studieren in Hildesheim – Möglichkeiten des Studiums

In Deutschland gibt es unterschiedliche Hochschultypen. Man kann sowohl an einer Universität, einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, einer Fachhochschule oder an einer Dualen Hochschule bzw. Bildungsakademie studieren.

In Hildesheim ist die „Stiftung Universität Hildesheim“ angesiedelt.

Die Universität verfügt auch über ein „International Office

An der Universität Hildesheim werden folgende Studiengänge angeboten:

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaften
  • Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation
  • Sprach- und Informationswissenschaften
  • Mathematik, Naturwissenschaften
  • Wirtschaft und Informatik

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Die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (kurz HAWK) bietet in Hildesheim diese Studiengänge an:

  • Architektur (BA, MA)
  • Bauingenieurwesen (BEng, MEng)
  • Bildungswissenschaften Gesundheitsfachberufe Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie (BA)
  • Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie (BSc, MSc)
  • Gestaltung (BA, MA)
  • Holzingenieurwesen (BEng)
  • Kindheitspädagogik (BA)
  • Konservierung und Restaurierung (BSc, MSc)
  • Soziale Arbeit (BA, MA)

Eine Übersicht aller 41 Studiengänge findet sich unter www.hawk.de/studium.

Besonderes Merkmal der HAWK ist ihr starker Praxisbezug: In jedem Studiengang gibt es viele praktische Übungen, Praxisprojekte mit regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen und Organisationen sowie Exkursionen im In- und Ausland.

Studieninteressierte können sich an die HAWK-Studienberatung www.hawk.de/studienberatung) oder – mit ausländischen Abschlüssen – an das Akademische Auslandsamt (www.hawk.de/international) wenden.

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Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege (HR Nord)

Folgenden Studiengang bietet die HR Nord:

  • Studium zum Diplom Rechtspfleger/in (FH)

Dieses Studium der Rechtspflege ist eine Vorbereitung auf die Aufgaben einer Diplom Rechtspflegerin/eines Diplom Rechtspflegers. Rechtspfleger*innen sind in allen Bereichen der Justiz zu finden. Der/die Rechtspfleger*in gehört dort zum ersten Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2, Fachrichtung Justiz. Nach erfolgreichem Abschluss des Fachhochschulstudiums wird über Ihre Übernahme als Beamter/Beamtin auf Probe (3 Jahre) entschieden. Nach Ablauf dieser Zeit kann man zum Beamten/zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt werden.

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Das Diakonie-Kolleg Hildesheim

Das Diakonie-Kolleg Hildesheim ist eine Bildungseinrichtung für den Gesundheitsfachberuf der Logopädie, bei dem eine dreijährige logopädische Ausbildung angeboten wird. Auf Wunsch kann man bereits während der Ausbildung Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie studieren.

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Duales Studium an der Stiftung Universität Hildesheim

Sie können an der Universität Hildesheim verschiedene duale Studiengänge absolvieren, z.B. im Bereich Informationsmanagement (in Kooperation mit dem Unternehmen Robert Bosch Car Multimedia GmbH), im Bereich Wirtschaftsinformatik (in Kooperation mit der Schlote Gruppe) Unternehmen oder Soziale Dienste (in Kooperation mit einem Arbeitgeber im Bereich der Sozialen Dienste am Arbeitsmarkt oder in der Kinder- und Jugendhilfe).

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Stadtinspektor

Die Stadt Hildesheim bietet in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Fachhochschule in Hannover eine Ausbildung zum Stadtinspektor kombiniert mit einem Bachelor-Studium.

Das Studium dauert drei Jahre. Es kann zwischen den beiden Studiengängen „Allgemeine Verwaltung“ und „Verwaltungsbetriebswirtschaft“ gewählt werden.
Hinweis: Voraussetzung ist u.a. die deutsche oder die EU-Staatsbürgerschaft.

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Duales Studium an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen

Folgende Studiengänge können dual an der HAWK studiert werden:

  • Betriebswirtschaft (B.A.)
  • Elektrotechnik/Informationstechnik (B.Eng.)
  • Elektrotechnik/Informationstechnik – Studienschwerpunkt Ingenieurinformatik (B.Eng.)
  • Elektrotechnik/Informationstechnik – Studienschwerpunkt Mess- und Automatisierungstechnik (B.Eng.)
  • Pflege (B.Sc.)
  • Therapiewissenschaften, Logopädie und Physiotherapie (B.Sc.)

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Kranken- und Sozialversicherung sowie Steueridentifikationsnummer

Um sich an einer deutschen Universität oder Hochschule einzuschreiben, benötigen Sie in Deutschland eine Krankenversicherung. Dies gilt unabhängig davon ob Sie aus einem EUStaat oder einem Drittstaat kommen. Ohne die Krankenversicherung können Sie sich in Deutschland nicht einschreiben. Damit will man verhindern, dass die Kosten für medizinische Behandlung und Arzneimittel bei einem Unfall oder einer Erkrankung von Ihnen privat gezahlt werden müssen.

Der Beitrag zur Krankenversicherung für Studierende liegt bei ca. 110,00 € im Monat und ist bis zum 29. Lebensjahr oder Ende des 14. Fachsemesters gültig. Die Beiträge zur Krankenversicherung können je nach Krankenkasse variieren.

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Wollen oder müssen Sie während des Studiums auch arbeiten, benötigen Sie eine Sozialversicherungsnummer. Diese können Sie am einfachsten direkt mit Ihrer Krankenversicherung mitbeantragen.

Sozialversicherungspflichtig ist man, wenn man während der Vorlesungszeit wöchentlich mehr als 20 Stunden arbeitet. Dies gilt jedoch nur für die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Rentenversicherungspflichtig sind Studierende, die eine mehr als geringfügige Beschäftigung ausüben. Dabei ist es unabhängig davon, ob die Beschäftigung neben dem Studium oder in der vorlesungsfreien Zeit ausgeübt wird.

Die Steueridentifikationsnummer benötigen Sie für die Registrierung beim Finanzamt. Das ist entscheidend, wenn Sie neben dem Studium oder in den Semesterferien arbeiten wollen. Die Steueridentifikationsnummer wird automatisch beantragt, wenn Sie sich beim Bürgeramt anmelden. Sie wird Ihnen per Post ca. zwei Wochen später zugestellt.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass bei Ihrer Postanschrift Ihr Name am Briefkasten angebracht ist, damit der Brief Sie auch erreicht. Das gilt grundsätzlich für alle wichtigen Dokumente, die Sie per Post erhalten möchten.

Finanzen: Steuerklassen, Steuererklärung & Bankkonto

Steuerklassen

In Deutschland muss jeder nicht selbständig tätige Arbeitnehmer Einkommensteuer zahlen.
Die Einkommensteuer wird in der Regel vom Bruttolohn bzw. -gehalt, in Form der Lohnsteuer direkt vom Arbeitgeber abgezogen und an das zuständige Finanzamt weitergeleitet. Zusammen mit der Lohnsteuer wird der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer abgeführt.

Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich nach der jeweiligen Lohnsteuerklasse. Diese hängt von Ihrem Familienstand ab:

Lohnsteuerklasse I

  • Ledige
  • Verheiratete/Verpartnerte, deren Ehegatte/*in/Lebenspartner*in beschränkt steuerpflichtig ist
  • Verheiratete/Verpartnerte, die dauernd getrennt leben, auch Verwitwete (ab dem übernächsten Jahr nach dem Tod des Ehepartners/Lebenspartners)

Falls Kinder vorhanden sind, wird ggf. der Kinderfreibetrag in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen eingetragen.

Lohnsteuerklasse II

  • Für alle Alleinerziehenden, die die Voraussetzungen der Steuerklasse I haben, jedoch Anspruch auf den Entlastungsbeitrag für Alleinerziehende haben.
  • Für Verwitwete mit mindestens einem Kind ab Beginn des Monats, der auf den Sterbemonat der Ehegattin/Partner*in folgt. Allerdings greift hier das sogenannte Witwensplitting. Das Witwensplitting bewirkt, dass auch im Jahr nachdem der Ehegatte/*in verstorben ist der niedrigere Steuertarif der Zusammenveranlagung zur Anwendung kommt.

Lohnsteuerklasse III

  • Verheiratete oder in eingetragener Lebenspartnerschaft Lebende, vom Ehegatten/*in/Lebenspartner*in nicht dauernd getrennt lebend und die nicht die Steuerklasse IV gewählt haben. Ist der/die Ehegatte/*in/Lebenspartner*in ebenfalls berufstätig erhält dieser die Steuerklasse V.
  • Verwitwete in dem Jahr, in dem der/die Ehegatte/*in/Lebenspartner*in verstorben ist und im folgenden Jahr. Der/die Verstorbene muss zum Zeitpunkt seines Todes unbeschränkt einkommensteuerpflichtig gewesen sein. Der/die Ehegatte/*in /Lebenspartner*in dürfen bis zum Zeitpunkt des Todes nicht dauernd getrennt gelebt haben.

Lohnsteuerklasse IV

  • Verheiratete/verpartnerte Arbeitnehmer*innen, wenn beide Partner unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben.
  • Ehegatte/*in/Lebenspartner*in, die beide berufstätig sind können die Steuerklasse einmal im Jahr ändern lassen
  • Beide Ehegatten/*in/Lebenspartner*in sollten hierbei ungefähr gleich viel verdienen.

Lohnsteuerklasse IV-Faktor

  • Seit 2010 können Arbeitnehmer-Ehepaare durch den neu eingeführten § 39f die Steuerklasse IV mit Faktor wählen, bei der die Steuerschuld während des Jahres gerecht unter beiden Ehepartnern aufgeteilt wird. Beide Ehepartner profitieren von ihrem Grundfreibetrag und gegebenenfalls einem Kinderfreibetrag. Die steuermindernde Wirkung des Ehegattensplittings wird ebenfalls berücksichtigt. Der Faktor wird für jedes Ehepaar individuell vom Finanzamt ermittelt. Die Steuerklasse IV-Faktor/IV-Faktor eignet sich für alle Ehepaare, bei denen beide Ehegatten Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit haben. Die festgesetzte Lohnsteuer kommt der endgültigen Einkommensteuer sehr nahe, so dass nur geringfügige Nachzahlungen oder Erstattungen zu erwarten sind.

Lohnsteuerklasse V

  • Bei Ehegatten/*in/Lebenspartner*in deren Ehegatten/*in/Lebenspartner*in die Steuerklasse III haben.
  • Wenn sich die Einkommenshöhe zwischen den Ehegatten/*in/Lebenspartner*in stark unterscheidet.

Lohnsteuerklasse VI

  • Wenn ein Arbeitnehmer*in ein zweites oder weiteres Arbeitsverhältnis hat.
  • Diese Lohnsteuerklasse verursacht die höchste Steuerbelastung, weil außer dem Altersentlastungsbetrag keine Freibeträge berücksichtigt werden. Da die Einkünfte des ersten Beschäftigungsverhältnisses nicht bekannt sind, wird hier wesentlich mehr einbehalten als in den anderen Steuerklassen.

Weitere Informationen erhalten Sie auch beim Finanzamt Hildesheim.

Die Kirchensteuer wird in Deutschland zu einem gewissen Prozentsatz der Lohnsteuer berechnet. In Niedersachsen beträgt der Kirchensteuersatz 9 % von der Lohnsteuer. Dies wird auch wie die Lohnsteuer vom Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführt, die es dann weiter an die entsprechenden Kirchen leitet.

Kirchensteuer wird in Deutschland bei Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften erhoben, die als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sind.

Sie können sich von der Kirchensteuer befreien lassen, wenn Sie keiner Religionszugehörigkeit angehören. Je nach Bundesland müssen Sie den Austritt aus Ihrer Kirche persönlich beim Standesamt oder dem Amtsgericht erklären.

Ab 1995 wurde der Solidaritätsbeitrag unbefristet zur Deckung der Kosten der deutschen Einheit eingeführt. Seit 1998 sind 5,5 % der Einkommens- und Körperschaftssteuer als Solidaritätszuschlag zu zahlen. Genau wie bei der Kirchensteuer wird der Betrag vom Arbeitgeber direkt an das Finanzamt überwiesen.

Es ist geplant, für den größten Teil der Bevölkerung den Solidaritätsbeitrag abzuschaffen. Genaueres wird noch vom Gesetzgeber bekanntgegeben.

Die Steuererklärung dient der Festsetzung der Besteuerungsgrundlage durch das Finanzamt für natürliche und juristische Personen. Wer eine Steuererklärung machen muss steht in §149 Abgabenordnung. So verlangt das Einkommensteuergesetz, dass eine jährliche Abgabe einer Steuererklärung abgegeben werden muss.

  • Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung beträgt sieben Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, d.h. bis zum 31. Juli des darauffolgenden Jahres.
  • Die Steuererklärung kann man selbst erstellen oder online mit Hilfe des Programms ELSTER. Sie können aber auch einen Steuerberater beauftragen, der diese Arbeit für Sie kostenpflichtig erstellt.

Wenn man in Deutschland berufstätig ist, benötigt man ein Bankkonto. Sie können bei einer Bank Ihrer Wahl ein Konto eröffnen.

Sind Sie ein EU-Bürger müssen Sie kein neues Konto eröffnen, sondern könnten bei Ihrer Hausbank bleiben. Sie müssen jedoch bei Ihrer Bank erfragen, welche Kosten in welcher Höhe für z.B. Abbuchungen und Auszahlungen am Automaten entstehen. Ggf. ist es günstiger doch ein neues Bankkonto zu eröffnen.

Deutsch lernen

Um ein Studium in Deutschland zu beginnen müssen Sie über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Am besten erkundigen Sie sich an der von Ihnen gewählten Hochschule, ob es ein sogenanntes Sprachenzentrum gibt oder ob gezielt Sprachkurse für internationale Studierende angeboten werden.


Weitere Infos zu Deutschsprachkursen

Die Volkshochschule Hildesheim (VHS) bietet Deutschsprachkurse an. Natürlich gibt es weitere Sprachschulen in der Stadt und Landkreis Hildesheim die Sie gerne auch ansprechen können.

Wenn Sie bereits Kenntnisse der deutschen Sprache haben wird normalerweise ein Einstufungstest gemacht, um den für Sie passenden Sprachkurs zu finden. Die Sprachschüler*innen werden dann je nach Kenntnisstand in Gruppen aufgeteilt. Die Sprachniveaus sind nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) eingeteilt:

A1 – Anfänger
A2 – Grundlegende Kenntnisse
B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung
B2 – Selbständige Sprachverwendung
C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse
C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Darüber hinaus gibt es auch berufsbezogene Sprachkurse. Diese sind besonders dann sinnvoll wenn Ihre Deutschkenntnisse so gut sind, dass Sie bereits eine Arbeit aufnehmen könnten.